Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/561/
und der Schwache cs verlangt, — innerlich und in Kly-
stiren angewendet.
5) Bei geschwächten Verdauungseingeweideu und
bei daher verminderter Fresslust (Rysz); — es ist aber
hier stets durch bessere und wohlfeilere Mittel zu er
setzen.
6) Gegen asthenische Leberentzündung bei fallen
Hauslhicreu; — wo jedoch das Opium ein sehr zwei
deutiges Mittel, und am besten ganz zu entbehren ist.
7) Bei der Gelbsucht der Schweine empfiehlt Vi-
borg ‘) das Opium in Verbindung mit Salmiak, mit
bittern Mitteln und mit vveifser Seife in einer Mehlpille;
— es ist aber hier durch blosse Salze (Weinstein, Glau
bersalz), mit bittern Mitteln, und vorzüglich durch die
Aloe sehr gut zu ersetzen.
8) Beim Vorfall des Mastdarms der Schweine, wenn
der herausgetretene Theil sehr roth und schmerzhaft ist,
soll mau, nach Viborg, 1 Drachme Opium in A Pfund
Ocl aufgelöst auf einmal eingeben. Auch hier giebt es
bessere Mittel.
9) Gegen das Verwerfen der trächtigen Sauen, wenn
dieselben sehr mager und schwächlich sind, giebt man
(nach Viborg) bei den ersten Erscheinungen ^ Drachme
Opium auf Futter, welches sie gern fressen (damit die
mit dem Eingeben verbundene Anstrengung vermieden
"erde).
10) Gegen den Milzbrand haben es Ithen *), Lau
bender u. A. mit Nutzen gebraucht; gewiss ist es hier
aber durch bessere Mittel zu ersetzen.
Aeufserlich wendet man das Opium an:
1) Bei dem Wundstarrkrampf, zum Verbinden der Wun
den. Man benutzt hierzu entweder eine wässerige
Auflösung (1 Drachme Opium auf 1 bis li Unze lau
warmes Wasser), oder eine Verbindung mit einem
) Erzieh, und Benutz, d. Schweins. S. 125. 139. 141. 154.
2 ) Teuffel’s Mag. 8. 284.

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66