Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/563/
Hunde Gr. j-Gr.v, — von der einfachen Qpiuintinktur
aber das Dr*- bis Vierfache am Gewicht. Die Wie
derholung xchfet sich nacb^ der Stärke und Dauer der
Zufälle uni kann z. B. bei heftiger Kolik in Zwischen
zeiten voi 1 Stunde, bei dem Starrkrampf, bei Husten,
bei Dia rhoe u. dgl. anhaltenden Krankheiten, in Zwi
schenzeiten von 3 bis 4. Stunden geschehen. — Die flüs
sige Form ist die zweckmässigste. Ueber die Verbindung
mit andern Mitteln, so wie über die äufserliche Anwen
dung ist das Nöthige im vorigen §, angegeben.
Anmerk. 1. Das Opium ist ein theures Medika
ment und darf deshalb bei Thieren von sehr geringem
Werth nicht angewendet werden, besonders in solchen
Fällen, wo es durch andere Mittel zu ersetzen ist (§. 458b
Anmerk. 2. Ausser der einfachen OpiumUnktur
(7inctura opii Simplex, §. 456.) sind die üb*'o eu vielen
und verschiedenartigen Präparate vom Opium» nament
lich die bekannte Safran - OpiHintiuktur oder Sy-
denhains-Opiumtihktur CTinct. opii trocaia s. Lau-
danum liquidum Sydcnhami, aus Opium, Safran, Ge
würznelken, Cassicnzimmt mit Mallaga-Wciu bereitet),—
und der ehemals so häufig benutzte Theriak (Eleclua-
rium theriaca, aus Opium, verschiedenen Gewürzen,
Myrrhe, schwefelsaurem Eisen und Honig zusammenge
setzt), in der Thierarzneikunst ganz entbehrlich.
Analer k. 3, Die in unsern Gegenden gebaueten Mohu-
pstanzen enthalten in den grünen Stengeln, in den Blättern
und vorzüglich in den unreifen Samenkapseln, den sog.
Mohnköpfen (Capila papaveris) einen Saft, der in sei
nen Bestandtheilen und Wirkungen dem Opium sehr
ähnlich ist, und in neuerer Zeit hat man aus diesen
Pflanzen auch wirkliches Opium gewonnen. Man kann
daher die Blätter und die unreifen Mohnköpfe entweder
frisch, oder vorsichtig getrocknet, in allen Fällen, wo man
Schmerz und zu heftige Reizuug beseitigen will, innerlich
und äusserlich als ein wohlfeiles Ersatzmittel des Opiums
benutzen. Pferden und Rindern giebt man innerlich von

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