Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/657/
wieder lebhaft, ja zuweilen noch dunkler als im norma
len Zustaude.
Werden die verdünnten Miueralsäurea anhaltend
durch längere Zeit eingegeben, so wird auch die arte
rielle Thätigkeit immer mehr vermindert; die Arterien
erscheinen anhaltend zusammengezogen und klein, die
Temperatur wechselnd, die Färbung der Schleimhaut
blass, der Appetit und die Verdauung unregelmässig und
geschwächt, und das Blut wird immer dunkler; es ent
steht allgemeine Schwäche, bedeutende Abmagerung,
schlechte Mischung der Säfte mit vorwaltender Säure im
Chylus, im Magensaft und im Urin, bei Milchkühen auch
in der Milch. Zuletzt entsteht nicht selten ein heftiger
Durchsall und der Tod erfolgt durch Entkräftung.— Bei
der Sektion findet man die Muskeln und das Herz sehr
blass, den Magen- und Darmkanal sehr zusammengezo
gen, die Häute dieser Organe verdickt, das Blut in ge
ringer Menge vorhanden, schwarz und von dickflüssiger
Consistenz,; die Reizbarkeit ganz erloschen.
Uebermässig grosse Gäben der verdünnten Mineral-,
säuren verursachen fast immer Störung des Appetites,
und: der Verdauung, Durchfall, Schmerz und Krampf int
den VerdauungseingeWeidön, zuweilen auch Entzündung;
derselben und hierdurch den Tod. i;
Nach Einspritzungen massiger Gaben von verdünn«;
ten Mineralsäuren in die Blutadern, entsteht kleiner, harr-
ter, zuweilen auch etwas langsamerer Puls, und etwas;
schnelleres Athmen, matter, aber ängstlicher Blick, Mat
tigkeit, Unruhe, Trippeln mit den Füssen, Umsehen nach;
dem Leibe, blasse Färbung der Schleimhaut, Zittern, Ver-?
winderung der Wärme. Nach 15 bis 25 Minuten'wird;
das Athemholen tiefer und langsamer, . die Schleimhaut
dunkler geröthet und die Wärme wieder zum normalen
Grade erhöhet.
Alle diese Wirkungen entstehen bei den verschie
denen Hausthieren ziemlich gleichartig, dem Grade nach,
aber bei den Pferden am heftigsten, und es scheint, dass

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