Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/689/
diger’s günstigen Angaben *) von ihr halte; beiFlechten
und bei Räude war sie sehr wirksam; bei dein kalten
Brande nach dein Englisireu schien sie in einem Falle
zur Heilung beigetragen zu haben, in drei anderen Fäl
len leistete sie gar nichts.
Man benutzt sie bei den genannten Krankheiten zum
Auspinseln oder zum Verbinden der Geschwüre, täglich
lieh 1 bis 3mal, — und zum Waschen der räudigen
Stellen, täglich oder jeden 2len Tag einmal. Mehren
theils ist sie für sich allein wirksam genug; bei grosser
Reizlosigkeit der Geschwüre und gegen Brand habe ich
sie aber auch in Verbindung mit Kampher (zj auf ~jv
Säure) und mit Kamphergeist (zu gleichen Theilen^ an
gewendet.
§. 548.
Die Phosphorsäure (Acidum phospltoricum) ist
milder als die übrigen Mineralsäuren, aber in der Thier
arzneikunde nicht gebräuchlich. — Die Kohlensäure
(Acidum carbonicum) wird für sich allein ebenfalls nicht
angewendet, sondern nur in kohlensauren Salzen und
zuweilen in den Bierhefen, welche letztere von Man
chen als ein wirksames Mittel bei hartnäckiger Ver
stopfung der Pferde und des Rindviehes (1 Quart mit
dem Gelben von 3 Eiern abgerührt auf Einmal gegeben)
betrachtet werden. — Die Weinsteinsäure (Acidum
tartaricum) wird gleichfalls nur in w einstcinsniiren Sal
zen zuweilen benutzt. — Säuerliche Früchte aller
Art können für pflanzenfressende Thiere, wenn im Som
mer Seuchen mit entzündlichem Charakter herrschen,
statt des Essigs benutzt werden, indem man sie zer
quetscht ins Getränk giebt. — Der Sauerkohl oder
das Sauerkraut (Brassica fermentata) ist innerlich auf
ähnliche Weise zu gebrauchen; äusserlich wird es zu
weilen als ein Hausmittel zu kühlenden, gelind zusam
menziehenden Umschlägen bei Verballung, Hufentzün
dung u. dergl. benutzt.
') Erfahr, üb. d. bösartige Klauenseuche d, Schafe, (iheninitz
1822. S. oft.

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