Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/804/
|ier bei solchen Krankheitszustäuclcn passend
ist, die wesentlich in arterieller Atonig be
gründet sind, wo der P«U zu klein, weich, häufig
aber regelmässig, die Schleimhäute und die Haut blass
gefärbt, die Wärme, die Kraft der Muskeln gering, die
Ab- und Aussonderungen frei oder zu reichlich sind.—
Demnach ist es bei Dummkoller, wenn er nicht in zu
hohem Grade besteht und wenn die Thiere noch gute
Fresslust zeigen, — bei Verschleimung und Würmern,
unter denselben Umständen, — bei veralteter, oder aus
Schwäche und Erschlaffung immer wiederkehrendes Dru
se,— bei dergl, Hautkrankheiten, — bei und nach chro
nischen Wassersüchten, die aus Schwäche des Gefäß
systems entstanden sind oder durch diese Ursache fort
bestehen, — daher auch bei und nach der Fäule der
Wiederkäuer, und bei öfters wiederkehrenden wässeri
gen Anschwellungen der Füsse lind unter dem Leibe, —
bei grosser Schwäche nach überstandenen Krankheiten,
oder bei Zuchthengsten und Zuchtböcken nach zu grosser
Erschöpfung durch zu vieles liegalten, und in in. dergl.
Fällen mit Nutzen zu gebrauchen. Im Ganzen wird es
pber wenig und nur innerlich benutzt.
§. 632.
Die Gabe von der Eisenfeile ist für Pferde und
Rindvieh rjj bis ZO, für Schafe und Schweine 15 bis 30
Gran und für Hunde 5 bis 30 Gran, täglich 1 bis 2mal,
Die Anwendung geschieht in Latwergen und Pillen, in
Verbindung mit bittern und aromat, Mitteln, mit Schwe
fel, Spiefsglanz, Kochsalz, Glaubersalz (in kleinen Ga
ben), aber nicht mit Quecksilber-Präparaten, weil die
selben in ihrer Wirkung denen des Eisens ganz entge
genstehen, Durch die Verbindung mit adstringirenden
Mitteln wird die Wirksamkeit des Eisens zwar etwas
gemindert, aber keinesweges ganz aufgehoben, wie man
gewöhnlich zu behaupten pflegt,
Anmerkung 1. Das Eisenoxydul, schwarze
Eisenoxyd, oder der Eisenmohr (Ferrum o.vydula-

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