Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/828/
lieit, mit vermehrter Wärme und mit vielem Schmerz be
gleitet sind. — Die Anwendung geschieht nur in Salben,
die bald einfach (z. B. aus 10 bis 30 Gran aufs feinste
pulv. Präzipitat und 1 Unze Fett, ungesalzener Butter
oder einfacher Wachssalbe), bald mit verschiedenen Zu
sätzen, z. B. von Zinkoxyd, von Kampher oder Opium
(von dem erstem 13 bis 30 Gr., von den letztem bei
den 56—5t »ns 1 Unze der Salbe) bereitet, und täglich
1 bis 2mal in der Grösse einer Erbse zwischen und auf
die Augenlider gestrichen werden. — Es ist unzweck
mässig, die rothe Präzipitat-Salbe in grosser Quantität
bereitet zu halten, denn sie verliert durch langes Aufbe
wahren von ihrer Wirksamkeit, indem der Präzipitat
durch das Fett zum Theil desoxydirt wird.
11. Mildes salzsaurcs Quecksilber, versüsstes Queck
silber, Kalomel, einfaches Chlor - Quecksilber, Queck-
silberchlorür. Ihjdrargyrnm muriaticum mite, Mercurius dul
de, Calomelas, Chloretum Hydrargyri,
§. 647.
Dieses bekannte Quecksilbersalz besteht in 100 Th.
aus 85 Th. Quecksilber und 15 Th. Chlor, und ist im
Wasser (selbst im kochenden) und im Weingeist unlös
lich. — Daher verursacht es auch, wenn cs für sich al
lein auf die trockene, unverletzte Haut gebracht wird,
keine wahrnehmbare Wirkungen; wird es aber mit Fett,
Oel oder Honig zur Salbe gemacht, eingerieben, so geht
es in die Säfte über und wirkt dann ganz ähnlich, aber
weit milder, als die graue Merkurialsalbe (§.642). — Inner
lich angewendet, erzeugt es ebenfalls die, im §. 642 an
gegebenen wesentlichen Wirkungen der Merkurialmittel
sehr vollständig, dieselben sind aber, hinsichtlich ihres
Grades und ihrer Richtung, ziemlich bestimmt von der
Grösse der Gaben und von der Wiederholung dersel
ben abhängig. Eine einzelne kleine Gabe (z. B. für
Pferde 30 bis 40 Gran, für Rindvieh 15 bis 20 Gran,
für Schafe 4 bis 6 Gr., für Schweine 6 bis 10 Gr. und

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