Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/376/
Lage liegen, und verhüte wahrend dieser Zeit alles Rei
ben des Thieres an Gegenständen, wodurch die Wund
lefzen gezerrt werden könnten. Am vierten Tage nehme
man die Hefte weg, und zwar so, daß man das eine
Ende dicht an der Haut fortschneidet und dann das
ganze Heft auszieht. Die Stichwunden, welche durch
das Heften entstanden sind, heilen sehr bald nach eini
gem Reinhalten und Waschen mit lauem Wasser.

Sechstes Kapitel.
Von den Verletzungen am Maule.
§. an.
Oesters ist der Spalt oder der Schlitz des Maules,
welcher durch das Zusammentreffen der vorder» und
hintern Lippe gebildet wird, in den Backen hin, meh
rere Zolle lang erweitert.
Dieses kann geschehen, durch unvorsichtigen Ge
brauch der Trensen oder der Stangen, durch ein zu
scharfes Gebiß in den einfachen Zügeln. Sehr häufig
entsteht ein solches Aufreißen bei Weidepferden, welche
sonst nicht geritten werden, und nur von rohen Knech
ten mit einer einfachen Trense zur Weide gebracht wer
den, wenn sie mit solchen Pferden schnell reiten, und
dann dieselben plötzlich anhalten wollen.
§. 212.
Dergleichen frische Verletzungen sind leicht zu erken
nen, sie bluten und ihre Wundlefzen find uneben geris
sen. — Ist die Verletzung schon vor längerer Zeit ge
schehen , so sind die aufgerissenen Ränder vernarbt,
wulstig, nach außen umgekehrt und die Unterlippe hangt

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