Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/377/
dann bedeutend herab, auch verlieren solche Pferde viel
Futter durch diese Oessnung, indem sie dasselbe mit
den Backenzähnen kauen. — Zuweilen ist nur der Spalt
einer, zuweilen beider Seiten aufgerissen- —
§. 213.
Äie Prognose in Hinsicht der Heilung ist günstig,
ist so fern die Ursachen Nicht fortwahren und wenn die
Behandlung richtig geschieht, jedoch ist diese mit
Schwierigkeiten verbunden, weil Speichel und Futter
beim Kauen beständig in den gerissenen Spalt tritt.
Daher muß Man solche Wunden durch die erste Verei
nigung zu heilen suchen.
tz. 214.
Die Vereinigung geschieht, indem mall durch stäkke
Bandhefte die Wundlefzen genau an einander halt,
wenn vorher die unebene gerissene, in eine ebene,
reine Fläche umgewandelt worden ist. Sind die Rän
der hingegen wulstig; so werden alle wulstigen Erhaben
heiten fortgenommen, ebenfalls ebene Schnittflächen ge
bildet und dann die Heftung in der Art vorgenommen,
daß das erste Heft an dem Orte gemacht werde, wo
der natürliche Spalt aufzuhören pflegt, und die übri
gen so anlegt, daß die Wundrander in genauer Berüh
rung gehalten werden können; dieserhalb muß man
auch die Hefte etwas tief durch die Wundränder zie
hen. — Die Enden der Hefte werden ebenfalls kurz
abgeschnitten.
§. 215.
Nach dem Heften hat man besonders darauf zu se
hen, daß die geheftete Wunde auf keine Weise gezerrt
und gerieben werde; deshalb muß man auch dem Pferde
in den ersten 24 Stunden wenig, oder gar kein Futter
geben, damit sich davon nichts zwischen die Wundrander
dränge. Um aber auch willkührliches Oeffnen des Mau
les zu verhüten, kann man dem Pferde einen Maul-
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