Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/379/
g. 218.
Ferner kann die Zunge durch in das Maus gera
thene fremde Körper, und durch jene widersinnige Ope
ration, welche von den Schmieden unter dem Namen
des Maulputzens bekannt ist, verletzt und selbst abge
rissen werden. - Wenn die Zunge, indem man ei
nem Pferde die Trense oder Stange auflegt, über das
Mundstück zu liegen kommt, so kann sehr leicht das
Zungenbändchen (krenulum linguae) durchgerissen und
selbst die tief liegende Zungenarterie (arieria profunda
Iingualis s. ranina) zugleich verletzt werden. —
§- 2,9.
Man erkennt die Verletzungen der Zunge, wenn
solche noch frisch sind, und man die Zunge bei geöff
netem Maule betrachtet, sehr leicht. Es fließt Blut
aus dem Maule, welches besonders im Spalte und an
der Unterlippe wahrgenommen w-rd. — Auf diese
Weise verletzte Thiere wollen niebt fressen, Pferde las
sen sich nicht aufzäumen, schäumen und speicheln viel.
— Ist die Zunge tief verletzt, so kann die Svitze
derselben aufgetrieben, grün und schwarz ausseben,
unempfindlich und die Oberhaut sckon abgestreift, mit
andern Worten gesagt: brandig seyn.
§. 220.
Man kann Quer- und Längenwunden unterscbeiden,
nach der Richtung, die sie haben. - Es kann eine
Verletzung die eine Seite der Zunge betressen, solche
kann flach oder tief eingeschnitten oder ein-
gerissen seyn; zuweilen ist die obere, zuwei
len die untere Fläche der Zunge verietzt: es giebt
über auch Fälle, wo sie gänzlich abgerissen wor
den ist. —
§. 221.
Die Wunden der Zunge sind minder oder mehr
nachtheilig für das Thier. Wenn sie flach sind, so
werden sie gemeinhin geheilt, allein wenn die Beriet-

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