Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/380/
jungen tief sind, so heilen sie schwer und geben An
laß, daß die Zunge schief und sogar gedreht wird, und
so heilt. — Tief eingerissene Wunden der Zunge ver
anlassen auch bisweilen heftige Blutungen und Brand
des vorder» Theiles der Zunge bis zur Wunde. Län
gewunden sind nicht so gefährlich als Querwunden,
weil sich erstere leicht vereinigen, letztere aber einge
füttert und unrein werden. —
§. 222.
Sind die Zungenwunden klein und flach, so hat
man bloß darauf zu sehen, daß sie sich nicht einfüt
tern (daß sich kein Futter in ihnen setze und darin
faule), deshalb muß man das Maul fleißig mit Wass
ser und Essig ausspülen und ausspritzen; dasselbe kann
auch mit Abkochungen der Tormentill-Wurzel und der
Eichenrinde geschehen, besonders dann, wenn die Ei
terung eingetreten und ein übeler Geruch aus dem
Maule entstanden ist. — Tiefe Wunden muß man nach
gegebenen allgemeinen Regeln zu heften versuchen,
wenn man vorher das Maul mittelst eines Maulsper
rers aufhält und die Zunge mit einer seitwärts stehen
den Zange vorgezogen hat. — «,
g. 223.
Ist nach sehr tiefen Einschnitten der vordere Theil
der Zunge brandig geworden; so nehme man denselben
weg, die bei dieser Operation entstehende Blutung,
stille man durch die Unterbindung oder durch das glü
hende Eisen. — Würde nach Wegnahme des brandigen
Theiles nur noch wenig von dem freiliegenden Theile
der Zunge übrig bleiben, so trenne man das Zungen-
Ländchen so weit, als sich dieß thun läßt, ab, damit
das Thier sich des Nestes seiner Zunge besser bedie
nen könne.
8- 224.
Dem Thiere kann man, bei solchen Verletzungen,
solche Nahrungsmittel geben, welche di« Wunden nicht

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