Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim Friedrich Christian Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN741105519/392/
— 360 —
der Entfernung von einander bis zum Grunde der Wunde
an, so daß man in der Lange von 3 Zollen allenfalls vier
Hefte anlegt.
§. 227.
Die Enden der Hefte schneide man gleich nach der
Operation kurz ab. Die Hefte selbst lasse man vier Tage
liegen, und verhüte wahrend dieser Zeit alles Reiben des
Thieres an Gegenständen, wodurch die Wundlefzen gezerrt
werden könnten.
Am vierten Tage nehme man die Hefte weg, und
zwar so, daß man das eine Ende dicht an der Haut fort
schneidet und dann das ganze Heft auszieht. Die Stich
wunden, welche durch das Heften entstanden find, heilen
sehr bald nach einigem Reinhalten und Waschen mit lauem
Wasser und etwas Branntwein.

Sechstes Kapitel.
Von den Verletzungen am Maule.*)
§. 228.
Oesters ist der Spalt oder der Schlitz des Maules,
welcher durch das Zusammentreffen der vordem und hin
tern Lippe gebildet wird, in den Backen hin, mehrere Zolle
lang erweitert.
Dieses kann durch den unvorsichtigen Gebrauch der
Trensen, oder der Stangen, und mit einem zu scharfen
Gebisse in den einfachen Zügeln geschehen. Sehr häufig
entsteht ein solches Aufreißen bei Weidepferden, welche sonst
nicht geritten werden, und nur von rohen Knechten mit

*) Verletzungen der Lade» (Ladenränder), siehe Brüche des Hin-
terkiefers.

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66