Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim Friedrich Christian Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN741105519/397/
§. 241.
Dem Thiere kann man, bei solchen Verletzungen, solche
Nahrungsmittel geben, welche die Wunden nicht stark rei
zen, und welche sogar die entstandene Entzündung mil
dern; diesem Zweck zu entsprechen, kann man Kleien- oder
Schroottranke, Gras u. dgl. zur Nahrung geben. —
Während der Behandlung darf man dem Thiere we
der Trense noch Stange auflegen, weil sie neue Verletzun
gen veranlassen und die Heilung verhindern könnten.

Achtes Kapitel.
Von den Verletzungen des Speichelganges.
§. 242.
Der Speichelgang (chictu« Stenonis s. stenonianus)
entspringt, wie bekannt, bei allen Thieren aus der Ohr
drüse (glandula parotis), in welcher er durch die verei
nigten Ausführungsgange mehrerer Dräsenkörner entsteht,
eine häutige Röthe von dem Durchmesser eines schwachen
Gänsekiels ausmacht, durch welche der Speichel zum
Maule geführt wird.
§. 243.
Bei Pferden fangt eine solche Röhre am vorder» un
tern Theile der Ohrdrüse an, steigt an der äußern Flache
des innern Kaumuskels im Kehlgange herab, geht dann
um den untern Rand des hintern Winkels des Hinterkie-
fers, begleitet von der äußern Kinnbacken-Arterie, neben
der gleichnamigen Vene nach außen und am untern Rande
des äußern Kaumuskels Nach vorne oder oben, durchbohrt
den Backenmuskel in der Gegend des dritten Backenzahnes
des Vorberkiefers und endigt in der Schleimhaut der
Backen, Sphincter ähnlich. —

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