Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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iint> ächte Vorbauungsmiktel angetvsndet werden.
Dies lehrt die ganze Geschichte über diese Krankheit,
und die Erfahrungen, die erst in den ganz neuem
Zeiten darüber gemacht worden sind, bestätigen es.
Nur die gute oder schlechte Lage der Oerter, die gute
oder schlechte Weide, und das Verhalten der Thie
re überhaupt, wobey eine günstige oder ungünstige
Witterung sehr vieles zur geringen oder mehreren
Tödtlichkeit beytragt, macht—daß diese Pest mit
langsamen oder schnellen Schritten um sich greift
und wüthet.
§* $*
DieZufälle, die die Rindviehpest allemal
Hegleiten, oder wodurch sie sich bemerkbar macht
und von andern ihr anfänglich ähnlich scheinenden
Krankheiten unterscheidet, sind folgende:
Gleich in den ersten Tagen der Krankheit, wor-
inn man nämlich wirklich entdeckt, daß die Thiere
krank sind, oder wo dfe Entbindung der Materie
sich durch Kennzeichen äußert, welches gewöhnlich
der zweyte, dritte oder vierte Tag der angefangenen
Krankheit ist, zeigen sich die Thiere dem aufmerksa
men Beobachter verändert in ihrem gewöhnlichen
Benehmen, sie sind entweder mißmurhig oder trau
rig, oder sie verrathen mehr Feuer, mehr Lebhaftigr
keir; man verspürt bey dem Athemholen eine Ver-
änderung; sie schleudern öfters mit dem Kopse hin
und her; sie beissen oder knirschen mit den Zähnen,
vd>r — wie man sich ausdrückt — sie schmatzen mit
dem Maule, als wenn sie etwas saures genossen
hatten.; sie setzen dadurch einen Schaun, vor dem
Maule an; man hört ein eigenes Anstoßen von Hu
sten,

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