Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN752165666/18/
14

Krankheitsmaterie sich zeigen. So lang dieses
nicht erfolgt, ist man auch nicht versichert, daß die
Nerven des Giftes, oder des Reizes, sich entlediget
haben, das ihre Wirkungen hemmt.
§. i6.
Jene Zufalle, welche da, aber auch nicht da
seyn können, bestehen: in einem kurzen Athem nach
dem Treiben; in mehrerer Munterkeit und Wild
heit; in einen« starken und schnellen Pulse; in Ge-
fraß-oder Gierigkeit; im Abgänge eines mit Blut
gemischten Schleims aus der Nase und dem Mast
darme; in vermindertem Abgänge des Harns, oder
auch gänzlicher Verhaltung desselben, in einer Auf«
getriebenheit, Aufgedunsenheit des ganzen Körpers,
oder einer Windgeschwulst, einer Einbiegung des
Thieres, wenn man über den Rückarad herunter-
streicht, u. d. m. Nach dieser Verschiedenheit der
KrankheitSzufalle erscheint daher bald mehr Frost
als Hitze, bald mehr Hitze als Frost, und nach die
sem verminderten, oder vermehrten Grade bald
mehr Durst, bald wieder Abneigung vor dem
Getränke: viele kosten nur daß Getränk, und kauin
haben sie es mit den Lippen berührt, so fahren sie
jähling davon zurück, weswegen man geglaubt und
gesagthat, das; mit dieser Pest auch oft dieWasser-
scheu verbunden wäre. Dies ist aber nicht, weil
bey der wirklichen Wasserscheu ein Krampf in der
Speiseröhre das Hinunterschlingen der feuchten
Nahrungsmittel verhindert, hingegen hier ein bloß
vorsehender Ekel — wie oben angeführt — das
Annehmen des Tranks zuwege bringt. Denn ist
die Hitze groß, so ist auch der Durst groß, ja heft
rig,

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66