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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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indem auch hinlänglich erwiesen und dargechan ist,
daß, wie sich die ansteckende Kraft der Säfte ver
lieret und verzehrt, auch die Wirksamkeit ze»
setzt oder verflüchtiget wird: oder, wenn die
Säfte eine andere, nicht mehr für das Gift zum
Aufenthaltsorte passende Beschaffenheit erhalten,
auch die ansteckende Kraft desselben aufhört.
Die Ansteckung setzt also voraus, daß dis
Rindviehpeft wirklich und in der That in einem Thie
re vorhanden sey; und daher ist es auch nicht anders
möglich, als daß sie in einem Thiere, ohne
vorhergegangene Ansteckung, folglich aus
sich selbst und aus einer besondern dazu
geneigten Beschaffenheit des Körpers,
entstanden, oder ihren ersten Ursprung
genommen habe.
Die Pest der Menschen, die Ruhr, die Toll
heit und die Krätze mögen hier zum Beweise dienen.
Alle diese Krankheiten entstehen in einem Körper
selbst ohne Ansteckung, blos allein auö
einer Verderbniß der Safte, und erlan
gen aus sich selbst die Kraft der Mitthei
lung oder Ansteckung. Und daß die Rind-
viehpest beyden Thieren ebenfalls selbst erzeugt
wird, und durch die Menschen erzeugt werden
kann, lehren uns die Beobachtungen die in Norder
amerika gemacht worden sind, und die Versuche
des um die Viehseuche sehr verdienten Herrn D. Ada.
mi in Wien, welcher sie durch faules Blut eben
falls selbst, wie in Nordamerika erzeugt hat.

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