Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN752165666/23/
§. 22.
Wie und wodurch nun aber das erste Thier
zu der Rindvichpest selbst gelangt, ob eine besondere
Jahreszeit, eine eigene B-schassenheit der Luft, Hi;«
ze, Dänipfe, Ausdünstungen des Erdbodens, Er-
giessungen der Flüsse, verdorbene Nahrungsmittel,
und die Menschen selbst durch Verwahr
losung der Thiere und schlechtes Verhal
ten, u. s. w. sie erzeugen oder wenigstens dani dns
ihrige beytragen;'dies ist bis jezt noch unbestimmt,
noch unentschieden geblieben, und wird es auch so
lang bleiben, bis die Landwirrhe nicht amrichki er
bey Entdeckung der Krankheiten ihrer Thiere zu
Werke gehen; bis sie sich nicht selbst als Ur
heber anerkennen- und so lang die Thier-
ärzte die Fortpflanzung oder Ansteckung
allein zu ihrem Hauptaugen merk machen,
und nicht ihre ganze Aufmerksamkeit da
rauf verwenden, den ersten Ursprung der
Pest/ und das erste befallene Thier zn
entdecken. Wir würden ganz zuverlässig nicht
allein bey dem Ursprünge der Rindvichpest, son
dern auch bey der Vorbeugung und Heilung
derselben weiter gekommen seyn, wenn wir nicht von
den ältesten Zeiten her, und bis jezt, als ausge-
macht gewiß angenommen hätten, daß die Nind-
viehpest allemal in ein Land durch frem
des Vieh hereingebracht und bey unS
nie erzeugt würde, und wenn wir nicht der all
gemeinen Sage gar zu viel blinden Glauben ge
schenkt. Dies ist aber nicht allein der Fall bey der
Rindviehpest, sondern fast bey allen Seuchen der
Thiere: diese müssen durchaus von auswärts herge,
B 3 bracht

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66