Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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bracht worden seyn, weil Niemand sich nachsagen
lassen und selbst zutrauen will, sie selbst bey sei
nen Thieren durch schlechtes und fehler
haftes Verhalten erzeugt zu haben.
§. 2Z.
Aber es ist hier wie bey Entstehung der Feu
ersbrünste, solang als es der Anzünder abiäug-
nen kann, laugnet er es gewiß ab. Von beyden,
von der Pest und von der Feuersbrunst, kann man
fragen: daß es zu verwundern ist, warum sie nicht
öfter geschehen?
§. 24.
Viele Thierarzte sind zwar der Meynung,
daß, wenn eine Ansteckung oder Fortpflanzung der-
selbigen Krankheit geschehen sollte, allemal eine be
sondere Krankheitsanlage, in dem Körper selbst da
zu erforderlich sey, ehe eine wirkliche Ansteckung er.
folgen könnte, und sie haben auch in gewissen Fallen
nicht Unrecht. Nur bey gewissen ansteckenden
Krankheiten und hier, bey der Rindbiehpest, ver
hakt sich dieses anders, und es hat damit eben so
die Bewandniß, wie es mit den Schutz-oder eng.
tischen Kuhpocken jezt der Fall ist, welche auch
in ganz verschiedenen Körpern, ohne die mindeste
Anlage zu haben, erzeugt werden können. Freylich
lehrt uns wohl auch die Erfahrung, daß gewisse
Jahreszeiten und das Verhalten der Thiere, zur
Annahme und Empfänglichkeit des Gifts vieles bey
trägt; aber dieses muß auch den Thierarzt und
Landwirth bewegen und aufmuntern, weit mehr
auf zeitige Vorsichts-und Abwehrungsmittel und
Regeln

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