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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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Lös

chen. Zufolge der Nachrichten in Reisebeschreibun-
gen, werden in Aegypten, Italien, Spanien, Grie
chenland und Ungarn und andern warmen Landern
vorzüglich weise Rinder, in Pohlen und andern ge-
mäßigten, ebenen, niedrigen Gegenden, fahle oder
graue; in der Schweiz, in Böhmen, Franken, auf
dem Kaukasus und andern gebürgigren und hochge
legenen Ländern vorzüglich braune oder schwarze,
und in gemäßigten mittelmäßigen Gegenden schak-
kigte, rothe, gelbe und schimmlichte Thiere angetrof
fen. Da das schwarze Vieh die -Hitze am allerwe
nigsten vertragen kann, so ist es vielleicht deshalb in
Aegypten und andern warmen Ländern nicht mehr
vorhanden, und die alten Aegyprier, welche vielleicht
diesen Umstand bemerkten, wählten daher einen wei
ßen Ochs n zu ihrem Apis, Damit er desto langer le.
den möchte. Weil aber das weiße Vieh dagegen
die Kalte nicht vertragen kann, so ist es vielleicht
Deshalb in der Schwei; und andern hochgelegenen
kalten Ländern zu Grunde gegangen. Da aber
durch den Viehhandel das Vieh in Deutschland un
ter einander vermischt worden ist und da die Provin
zen nicht von gleicher Lage sind, so hat auch die Na
tur an keinem Orte die Thiere so zeichnen können,
daß man sich darauf sicher verlassen könnte. Man
folge daher dem ohgedachken Winke derNalUr, und
gebe Achr, ob Pest oder Ruhrkrankheit an einem
Orte besonders wüthen, denn es kommt daben sehr
viel auf die Wahl der Farben der Thiere an. * Da
schwarze und braune Thiere die Kalre und Nässe am
meisten vertragen können, so sind sie für sehr hoch
gelegene, kalte und magere Gegenden gleichsam ge
schaffen. Sie erfordern wenige, aber gute und rein-
R s liche

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