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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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liche Nahrung, sind sehr behend und gelehrig bey
der Handthierung, können wenige Hitze vertragen,
erfordern die strengste Aufsicht, liefern das wohl
schmeckendeste Fleisch, und gewähren überhaupt die
meisten Vortheile. Weiße und fahle Rinder dage
gen sind sehr gefräßig und gleichsam für niedrige,
warme und sehr fette Triften geschaffen, und können
wenige Nasse und Kälte vertragen, daher sie der
Ruhr am meisten unterworfen sind. Sie erfordern
übrigens die wenigste Aufsicht und scheinen gleichsam
zur Ruhe in Ställen bestimmt zu seyn. Weil je
doch viele Gegenden verschiedenes Futter haben und
weder zu warm noch zu kalt sind/ so macht auch das
rothe, gelbe und bunte Vieh gleichsam eine Mittel
classe aus, und ist in den meisten Gegenden von
Deutschland anzutreffen. Hieraus siehet man, daß
es nicht gleichgültig ist, ob man weiße oder schwarze
Ochsen mit Brandweinfpülig oder Schrot mästet,
und ob man Vieh aus Ungarn nach der Schweiz,
oder Schweizervieh nach Italien verpflanzet. Wenn
man übrigens mit Ochsen weite Reisen thun muß, so
handelt man klüglich, wenn man nach Maaßgabe der
Witterung das Futter naß oder trocken geben laßt.
§. X.
Oao ist von Viehversicherungdanstalten zu
urtheilen?
Da ich die Mittel gezeiget habe, wodurch dis
Erhaltung der Thiere möglich gemacht werden
kann, so hat man in Absicht auf Pest und Seuche
aar keine Viehversicherungsanstalten nöthig; und ge
het das Vieh durch Nachlässigkeit zu Grunde, so
kann man einen klugen und wachsamen Landwirch
nicht

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