Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN752165666/35/
geblieben wäre. Die Erscheinungen von Krankhei
ten, Die durch schnelle Veränderung der Luft entste
hen, sind unläugbar und liegen am Tage. Allein,
daß der Peftstoff mit oder durch die Luft, über
Städte und Dörfer fortgeführt wird, glaubt wohl
jetzt Niemand mehr, welcher nur einigermaßen hier,
über aufgeklärter denkt, als unsere guten Vorfah
ren, die gern zu übernatürlichen Dingen immer ihre
Zuflucht nahmen. Auch die neuern Beobachtungen
und Beweise des Pastors Weiser thun dar, daß
Die Luft den KrankheitSstoff nicht mit sich führt,
denn sonst würden seine beyden an der Stallthüre
und dem Luftzuge ausgesetzten Kühe, die
Krankheit wohl eher, als die beyden andern im
Stalle tiefer stehenden, erhalten haben. Das näm
liche hatten walz und einige fränkische Land
bauern bemerkt.
§. 38.
Zn jedem Betrachte zerstreut die Luft das Pest.
gift zu unzähligen unschädlichen Theilen, und macht
es also zur Ansteckung untüchtig; sie befteyt auch
andere Theile, als Fuktek, Stroh und andere Ge-
räthschafren von dem Gifte, wenn sie überall hin
dringen kann, welches selbst in den Ställen ge
schieht, sobald ein starker Luftzug bewirkt wird, wel
chen man durchs Feuer verstärken kann. Die Vers
besserung der Luft im Freyen durch das Feuek, bey
eingetretener Pest, ist um deswillen über gefährlich
und schädlich, weil hierdurch gewöhnlichem Zulauf
von Menschen geschiehet und dadurch das Gift ver
breitet wird. Deswegen beschuldigte man bot Zei
ten das F e u er se l b st. Große Feuer können wchl

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66