Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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der Luft die zum Einathmen erforderliche Beschasi
senheir in kleinen Bezirken rauben, aber nicht das
Pestgift verbreiten, sondern sie hindern vielmehr des
sen Wirksamkeit, indem sie die Bestandtheile auflö
sen und z er stöhren, kleine Feuer hingegen den Pest-
stoff bloß erwärmen und entwickeln. Wäre die
Lust der Aufenthaltsort des Gifts, so müßten nicht
allein die Ausbreitungen der Pest sch n e l l e r gesche
hen, sondern sie würde auch keinen Ott ver
schonen, Und eben so gut in gebirgigten Gegen
den, wie in die niedrigen dringen. Dies geschieht
aber nicht, Und die Pest gelangt immer erst spät,
oder gar nicht in die abgelegenen wenig oder gat
Nicht besuchten Oetter, wenn sie nicht auf andern
Wegen dahin gebracht wird. So würden auch ge
wiß in einem Orte, wo der erste Ausbruch geschiehet,
alle Thiere auf einmal befallen werden, weil sie alle
einerley Luft haben. Aber auch dieses finden wir
nicht, indem in einem Orte oft ganze Ställe ver
schont bleiben, wenn der Ort am meisten der Pest
unterlieget, hingegen dann erst befallen werden,
wenn man die Krankheit ganz entfernt glaubt.
§. 39-
Die Erfahrung zeigt es ja deutlich Und der
Gang der Krankheit belehret uns darüber eines an
dern. Sie fängt in einem Stalle meist allein an,
geht langsam in andere und nimmt nur ganz all-
mähiig zu, bis des Giftes Mehr vorhanden und
die Gemeinschaft der Leute allgemeiner ist. Sind
einige Bewohner vorsichtig genug, heben sie alle Ge
meinschaft auf, versperren sie ihre Thiere vor der An
steckung selbst, Und pflegen sie solche pünktlich, dann

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