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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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oder Pferdestallluft, die Ausdünstung der Schaaft
oder der Pferde, bewirkte dies Gute; nein, die gesün.
dere Luft in den Stallungen war Ursache, daß dis
Thiere gesund blieben.

§. 40.
Der Winter, wenn er heftig ist, bewirkt viel
mals eine Stockung der Krankheit, bey noch unan-
gesteckten Thieren; weil der noch gesunde thierische
Körper durch die Kälte zusammen gezogen, gestärkt,
die Mündungen der cinsaugenden Gefäße verengert
worden, und weil die Ausdünstungen der kranken
Thiere, mithin auch die Ausbreitung des Giftes
nicht so stark vor sich geht. Bey der heftigsten Käl-
te kann nur deswillen die Ansteckung nicht schnell
seyn, weil das Gift als wie in der größten Wärme,
vertilgt wird. Auch trägt dieses sehr viel zur Nach
lassung bey, weil die Leute nicht so wie bey gelinder
Witterung einander besuchm, sondern mehr in ih
ren Wohnungen versperrt sind. Den Frühjahr
ausbruch bewirkt wieder das entgegengesetzte Be
nehmen, und die Körperbeschaffenheit der Thiere,
welche sie bey dem Wechsel der Jahreszeit erhalten,
die überhaupt viel Anlage zu Krankheiten macht,
vorzüglich wenn die Thiere des Winters alles mög
liche Ungemach ausgestanden haben, wie es immer
der Fall ist. Von sich selbst muß die Pest nachlas
sen, wenn mehrere Ställe ausgeleert sind, die Ge
meinschaft das Gift nicht mehr verbreitet und über
haupt dieses wicht mehr so häufig seyn kann, weil
die meisten Menschen von Furcht getrieben, endlich
doch einmal an Reinigung denken, anch die Heftig-

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