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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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serlichin den künstlichen Anwendungen, Eitergeschwü
re zu erregen. Es zeigt sich im Ganzen genommen —
und wie man init Wahrheit sagen kann — kein
großer, fest an einem Orte sitzender Schmerz, der
nämlich hinlänglich wäre, einen so schleunigen Tod
zu bewirken. Die fieberhaften Bewegungen der
Schlagadern, die selten gleich erscheinen, kann man
mehr einem Bestreben der Natur, sich des Gastes
zu entledigen, zuschreiben, als daß man sie von der
Kraft des Giftreizes herleiten könnte: denn erlan
gen die Lebenskräfte ihren Zweck, bezwingen sie das
Gift, so entsteht auch ein wirkliches Fieber, ein Ab
satz der Krankheitsmaterio, wahre gutartige Eite
rung in den künstlichen Geschwüren und die Besse
rung.
§. 45.
Mit weit mehr Gewißheit kann man von
der Gegenwart der Rindviehpest dann re
den, wenn man die gesehenentZufälle mit den Er
scheinungen vergleicht, die man bey der Oeffn u ng
derer an der Krankheit gestorbenen — nicht getödte-
ten — Thiere, mit Hinsicht auf die Abwei
chungen entdeckt.
Nach Entfernung der allgemeinen Bedek-
kungen, stießt aus den zwischen dem Fleische und
zellichken Gewebe liegenden größer» oder sichtbaren
Blutgefäßen, ein ungeronnenes, flüssiges, dunkel-
vder braunrothes Blut heraus; weswegen auch daS
Fleisch bey den von selbst gefallenen eine mehr oder we
niger brauneFarbe hak, welche die gemeinen Leute dem
Brande, oder, wie sie sagen, dem Verbren.
nen schuld geben. Sind die Thiere aber gleich in
C 3 den

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