Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§. 66.
Nach diesen seit vorausgeschickten Bemerkun
gen komme ich endlich auf die allerwichtigsten
Theile die bey der Rindviehpcst in Erwägung zu
ziehen sind, nämlich erstlich, die Krankheit
abzuhalten, die Ansteckung undVerbrei-
tung zu hindern, und dann zweytens, wenn
sie vorhanden ist, zu heilen.
§. 67.
Ich glaube mit Recht hier das wiederholen
zu dürfen, was schon andere Aerzte vor mir
auch gesagt haben: daß der erste Theil, nämlich die
Krankheit abzuhalten, zu verhüten, und der
fernern Ausbreitung Schranken zu setzen,
bey weitem der wichtigste sey, und es auch noch
so lang für den letten bleiben wird, als wir in der
Heilung der Rindviehpest die so sehr schwanken,
den und sich oft widersprechenden Urtheile
nicht beseitigen, nicht von einem bestimmten
Grundsätze, festgesetzten Plane ausgehen.
§. 68.
DerThierarzt kann, um die Rindviehpest
abzuhalten und die Fortpflanzung der
Krankheit aufzuhalten, für sich allein beyna
he gar nichts, oder nur sehr wenig thun; son
dern er muß mit Beyhülfe der Obrigkeit, die
mächtig genug ist, solche Vorkehrungen treffen,
damit sie nie in ein Land eingebracht werde,
und wenn dies bereits geschehen, oder aber sie
in einem Orte selbst erzeugt worden wäre, mit obrig-
keitlicher Unterstützung bemühet seyn, daß sie sich
N. S. der Gor.-r Th. D nicht

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