Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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Damit will ich aber nicht gemeynt haben, daß
das Verhalten der angränzenden noch gesunden
Thiere zuviel von dem gewöhnlichen Gange — wel
chen ich aber schon als zweckmäßig annehme — ab-
weichen, oder, wie einige glauben und thun, ge
künstelt seyn soll. Nein! sondern ich verlange nur
strenge Ordnung in Reinlichkeit, Fütterung und
Verhalten, sowohl von Seiten der Menschen, als
von Seiten der Thiere. Denn der schnelle Ab
gang und die p l ö tz i i ch e Veränderung der gewohn
ten Nahrungsmittel und des Verhaltens, würde
bey den Thieren auch eine schnelle und große Verän
derung in ihren Körpern, (wie man sagt) in ihrer
Oekonomie, verursachen, welche man durchaus
vermeiden muß. So würde es --- um nur Wem,
ges zum Beweise anzuführen, — auserst unvorsich
tig gehandelt seyn, wenn man die Thiere zeither
warm oder aufgebrüht gefüttert hätte, nun auf
einmal ganz kalt die Nahrungsmittel ih
nen reichen wollte; oder, wenn man die Thiere
zeither in so warmen Ställen, oder gleichsam
in Schwitzstuben gehalten, sie auf einmal gleich
in kalte Ställe bringen wollte, u. s. f. —Solche
Sprünge verträgt die Natur der Thiere nicht im
mer: sie veranlassen Anlagen zu Krankheiten, oder
vermehren und entwickeln die im Körper schon viel
leicht vorhandenen Krankheitskeime. —*
§. 73-.
So wie es allen Thieren jederzeit zuträglich iss,
wenn sie in weiten, geräumigen, luftigen, hei
len, reinen, und von Dünsten befreyten
Ställen leben können, um desto mehr muß es ih-
D g nen

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