Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§. 76.
DieNahrungsmittel müssen ohneAus-
kiahme gesund seyn, und aller Dumpfund Mo.
der muß verabscheut werden. In dieser ge-
fabrlichen Zeit aber ist es noch von äusserst
großer Wichtigkeit, ganz allein leicht und
schnell verdauliche Nahrungsmittel für das Rind
vieh auszuwählen, daß die Magen der Thiers
nie vollgepfropft und überladen sind: wobey sich
wohl von selbst versteht, daß die Thier? deshalb
nicht Hunger Leiden dürfen.

§. 77.
c Das Getränk wird jedem Thiere in besondern
Gefäßen gereichet, und darf weder zu kalt noch zu
warm seyn. Alle Thiere werden, wenn es nicht
schon die Gewohnheit mit sich bringt, täglich zwey
bis dreymal, gestriegelt, geputzt, mir wollenen
Lappen oder Strohwischen tüchtig abgerieben, da
mit die Haut von allen Unreinigkeiten besreyt, der
Kreislauf der Safte und die Ausdünstung in ihrem
natürlichen Zustands erhalten werde. Dabey ge.
brauche man auch Abwaschungen von Seife
und Holzafchenlauge über den ganzen Kör
per, oder bediene sich dazu des frifchg elöfchten
Kalkwassers, oder eines bloßen Salzwas
sers.Das Bestreichen nn't Oel, welches einst
ge an gerühmt, möchte ich um deswillen nicht
gern angewendet sehen, weil die Mündungen
Ver Hautgefäße theils verstopft, theils er
schlafftwerden, eine Auslassung der Feuchtig
keiten zu bewirken. —

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