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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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deshalb der Fäulniß der Säfte weit mehr
vor als das Küchensalz: überhaupt genießen
es die Thiere lieber als das gemeine Salz, zum
deutlichsten Beweise, daß es ihnen zuträg
licher seyn muß.
§. 8*.
Zum Getränks wählt man die bereits ge
nannten Abkochungen verdünnt, oder säuerlich ge
wordenen Malztrank, Abkochungen von sauren
Holzapfeln, Auflösungen von Sauerteige, von
Sauerkraut oder sauren Rüben, oder vermischt das
lau gemachte Wasser mit Bier-oder Weines
sig, oder Salz; deswegen aber kann man die so
genannten Mehl-Kleien, Schroot-Treberngesöffe
auch nebenbey fortreichen: ferner Abkochungen
von Laube, von Erlen-Linden-Buchen-Pappelblät
tern, oder von Leinsaamen, Heuiaamen, Wach
holderbeeren, Vogel-oder Eber-Eschebeeren, (Sorbus
aucuparia,) von Welzen, Korn, Gerste, Hafer,
mit etwas Zusatz von geschrotenen wilden Ka.
stanken, oder getrockneten Brennnesseln ab.
wechselnd täglich geben. — Diese Abwechselung
der Nahrungsmittel und des Getränkes ist um so
nöthiger, damit theils die Thiere bey gleicher Eßlust,
theils ihre festen und flüssigen Theile in gehörigem
Ebenmaaße erhalten werden.
§. 82.
DasAderlassen, Laxieren, Purgieren
und Schwitzen ist auf das strengste zu ver
meiden, weil alle diese Mittel den Körper der
Thiere schwächen, die Lebenskräfte vermindern und
D 5 da-

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