Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN752165666/70/
jeln, je nachdem man dieses oder jenes bey der Hand
hat oder am leichtesten haben kann, ein. Man
rechnet von diesen Mitteln eine Handvoll auf eine
Dresdner Kanne siedendes Wasser, braucht eine hal
be oder viertel Kanne davon auf einmal, und wie
derholt es, bis man feinen Zweck erreicht. Diese
Mittel bewirken nicht allein die Ausdünstung, son
dern sie wirken auch auf die Harnwege, und leisten
also doppelten Nutzen. — Oder man Mache den
Thieren Dampfbäder unter den Leib, von bloßem
warmem Wasser, oder von Essig. Schweiß ver
lange man aber nie, weil dieser immer schwer bey
dem Rindviehe zu erlangen ist, und weil auch dieser
das Thier, was Stärkung verlangt, schwächt.
§. 9'ö.
Um die Mägen und übrigen Eingeweide des
Unterleibes von angesammleten Unreinigkeiten zu be-
freyen, bediene man sich täglich ein- oder zweymal
eines Eingusses von einem halben Seidel Holz
aschenlauge, und einem halben Seidel bis i
Pfund frischen Leinöls. Dieser lauwarme
Einguß bewirkt das Gute, daß er die Eingeweide
reiniget ohne ein Laxiren zu erregen, sie schlüpf
rig erhält, den Stockungen und Entzündungen
vorbeugt. Oder man wende zu dem nämlichen,
Behufe den Aschenessig und das Leinöl an;
oder nach Abilvgaard's Vorschlage eine M i sch u n g
aus LQuart frischem Leinöl, mit halb so viel
Essig und einem Q-uenkchen Kampfer, alle
Morgen und Abende.
Dabey muß man die Klistiere nie verab
säumen, täglich wenigstens z bis 4 geben, es mag
Ver-

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66