Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§- 99.
Anstatt der Chinarinde brauche man die
Bruchweiden, junge Fichten- oder Eichen
rinde, oder die Mischung von Oslander, aus:
Bruchwcidenrinde 2 Loth, eben so vie! Biber
oder Birrerklee, Pfeffermünze 1 Loth. Die
ses alles wird zerschnitten, ein Maaß kochendes
Wasser darauf gegossen, und bis zum La uw er
den zugedeckt stehen gelassen. Alsdann ein Pfund
guter Weinessig dazu gethan, in welchem f
Quentchen Kamp her, der mit Zucker und etlichen
Tropfen Weingeist abgerieben worden, aufgelö
set ist, und Wachholderbeermus hinzuge-
rührt. Diese Mischung wird in drey Theile getheilt,
und täglich eingegeben. Auch die bloßen Abkochun
gen von Gerberlohe in Schmiede- odecSchlak-
kenwasser erzeugen sich zur Stärkung der Thiers
sehrwirksam, wenn man alle zwey Stunden ei
ne Wertelkanne davon eingiebt: deren man sich
auch zu Ende der Kran kh eit in Klistieren be»
dienen kann.
§. 100.
Die Abreibungen des Mohnsaamens mit
Wein oder Branntwein sind, Früh und Abends,
bey heftigen Krämpfen gegeben, nicht zu verachten.
§. 102.
Die kritischen Absätze der Krankheitsmate
rie muß man auf alle mögliche Weife zu beför
dern und dem Eiter einen schleunigen Ausweg zu
bahnen, suchen, welches man am schnellsten durch
lauwarmen Leinsaamenbrep und dann durch das
Messer bewirkt.

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