Titel:
Pflichten gegen die Thiere
Personen:
Zagler, J. J. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766145921/118/
ein Hauptsekl gezogen, woran jedes Thier besonders befesti
get ist') Der Traneport darf während des Hochsommers
nur in der Frühe und des Abends, wohl aber
auch zur Nachtzeit geschehen.
,Der Vollzug dieser Anordnungen bewährt bereits die
Möglichkeit des Transportes ungebundener Thiere. Hiezu
treten die vielen Versuche, welche der Münchner
Verein gegen Lhierquälerei deßfalls angestel.lt
hat, und welche auf das Entschiedenste erwiesen
haben, daß der Transport ungebundener Käl
ber unbedingt ausführbar ist, daß alle hiegegen
erhobene Bedenklichkeiten durchaus ungegrüu-
det sind, und daß die hiezu nothwendige Abänderung der
bisher gebräuchlichen Transportwägeu mit dem geringen
Aufwanve vom 6 — 12 fl. hergestellt werden kann, somit
auch eine bedenkliche Vertheuerung der Transportkosten
geradezu ausgeschlossen ist.
Nicht genug aber, daß durch die bisherige Behandlung
des Traneport'eS der erwähnten Scblachtthiere ote Schmer
zen derselben unuvrhtg erböher werden und hierin,
eine Quälerei besteht, zu deren Abstellung die Polkzepoer-
waltung nach Maasgabe der in der Entschließung vom I». Juni
1839 erwähnten Verordnungsbestimmuugeu verpflichtet ist,
so wird diese Pflicht auch noch durch die sanitälspolizcvliche
Rücksicht verstärkt, daß durch das Fesseln der Füße
des Schlachtviehes die Cirkulation des Blutes
luden Lh-eren unterdrückt, hiedurch aber nach
vorliegenden Gutachten von Thierärzteu. im Zu
sammenbalte mit dem Einflüsse der Witterung,
dem das gebundene Thier unter Entziehung aller
Nahrung schutzlos ausgesetzt ist, eine Erkrankung
derTblere hervorgerufen wird, die auf de» Zustand
des Fleisches, und insbesondere auf jenen der
Fuße und der innern Theile, wie der Leber und
des BrüßeS, höchst nachtheilig einwirkt. Die
polizev Uche Beaufsichtigung der Lebensmittel
*) B-, rer Beschaffenheit der vom Verein vorgeschlagenen, nunmehr
schon unzäh ligemal angewandten Wäge» mit Seiten
wänden von Brettern oder Latten, — im Sommer besser von Latten -
ist das Herabfallen unmöglich und das Seil unnotbig. Das litho-
graphirte Muster eine» solchen Wagens ist beim Hofrath P e r n e r
unentgeldlich zu haben.

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