Titel:
Pflichten gegen die Thiere
Personen:
Zagler, J. J. Wikipedia
PURL:
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lil
Die Wirkungen des Blndens sind nun nachgewiesen und
die ebenfalls nachweisbaren Folgen sind: durch die Trennung
der Bestandtheile des Blutes, wie oben dargethan ist, tritt
Zersetzung, beginnende Fäulniß eia; es wird das
Blut in seine entfernten Bestandtheile zersetzt und aus
gelost; es steht nicht mehr unter dem Einflüsse der Gesetze
des Lebens (lois vitales), sondern es ist dem Chemismus
verfallen. Hiezu treten noch die gehemmten Ercrera,
welche im Blute zurückgehalten werden. Es gehen
die einzelnen thierischen Theile um so eher in Fäulniß,
am ersten solche, die mehr Wasser enthalten, also das Ge
hirn, Leber, Lungen rc., und dann die Muskeln.
Der Transport freistehender oder frei liegender Thiere hin
gegen, sollte auch eine größere oder geringere Erhitzung
derselben hiebei Statt finden, ist durchaus nicht mit
solchen nachtheiligen Folgen begleitet, da hier weder Ent
zündung, Hemmung deSBlutumlaufes, noch qual
voller Schmerz, wie beim Binden auftreten können, die
allenfallsige Erhitzung gleicht sich in der Ruhe
schnell wieder aus, wahrend dieß beim Binden nicht der
Fall ist, da die Wirkungen in ihren Folgen fortdauern.
Es ist demnach klar und gewiß, daß Fleisch von gebunden
transpvrtirten Kälbern, gleich geschlachtet, nicht so schmack
haft seyn kann und schlechter seyn muß; überdieß geht eS
schneller in Fäulniß über, was gewiß der Ge
sundheit nicht zuträglich seyn kann.
Mit größter Hochachtung
Den ls.Juli 1843. Heilmair, GerichtSarzt.
e) Da der Vorzug des Transportes ungebundener Kälber
in saniräts-polizeilicher Rücksicht vor jenem gebundener noch
immer in Zweifel gezogen werden will, so finden sich die
Unterzeichneten zur Forderung der guten Sache aufgefordert
zu erklären:
a) daß nach medizinischen Grundsätzen beim Transporte
gebundener Kälber, besonders in größeren Lieferun
gen und Entfernungen, das Knebeln und gedrängte
Zusammenpacken, die uotdwendig daraus erfolgenden
Schmerzen, Geschwulst und Entzündung, der
gehemmte Blutumlauf, ferner die Angst und ver
gebliche Anstrengung sich loszumachen, als
eben so viele zusammenwirkende Ursachen anzusehen
seien, den Gesundheitszustand dieser Thiere zu zerstören,

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