Titel:
Pflichten gegen die Thiere
Personen:
Zagler, J. J. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766145921/9/
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Der Gesichts - Licht - Augen sinn ist auch alleu
Thieren eigen, nur mit sehr großer Verschiedenheit. Kriechende
Würmer und Insekten brauchen keine Augen in die Ferne;
Fische muffen weiter sehen, fliegende Insekten und Vögel
noch weiter. Die Augen einiger Thiere sind Halbkugeln,
tauseudfaccttig, und sehen in vielen Richtungen, und sind
dann aber wie z. B. beim Käfer, wie eingemauert, oder
sie sind beweglich. Der Schmetterling hat Augen, die etwa
aus 3»,ONO Flächen zusammen gesetzt sind. Viele Thiere gibt
es, die mehr als zwei Augen haben. Libellen (Wasserjungfern)
Wafferfliegen, alle vollendeten bicncnartigcn Insekte» rc.
haben, wie S cheitlkn anführt, nebst den zwei großen Augen
noch drei kleine Nebenaugen. Es gibt Thiere, die noch
mehrere Augen besitzen. _
Eulen und Katzen rc. können das Sonnenlicht nicht ansehen,
aber ihre Augen leuchten in der Nacht. Manche Thieraugen
verwandeln sich nach verschiedenen Perioden. Die Raupe, z. B.
verliert die Augen, wenn sie Puppe wird, macht dann aber
doch bald einen guten Tausch. Manche Thiere haben auch
Gefallen an Farben und wissen sic zu unterscheiden. Mau hat
die Erfahrung gemacht, daß sie zuerst die rothe Farbe unter
scheiden und daß manche Thiere die Orange-Farbe nicht leiden
können. Die Augen mancher Thiere (Scheitln; meint,
vielleicht die Augen aller Thiere) saugen, wie der Bologneser
Spath, bei Tag Licht ein, und strömen cs bei Nacht wieder aus.
Den Gehör- oder Ohrsinn sollen Thiere der unter
sten Gattung nicht besitzen; Donner, Kanonen oder Worte
sollen ans sie keinen Eindruck machen. Viele Thiere aber
hören sehr fein, und das mindeste Geräusch entgeht ihnen
nichr. Ein sehr feines Gehör haben Hunde, Katzen, Pferde rc.
Die Vögel singen gerne und hören auch gerne singen. Die
Weibchen, welche in der Regel nicht selbst singen können,
hören mit großem Wohlgefallen dem Gesänge der Männchen
zu, und arbeiten am Neste viel emsiger, wenn dieselben
singen. Viele Thiere wissen die Töne zu unterscheiden; sie
verstehen die Sprache der Natur, die der Instrumente und
die der Menschen; sic unterscheiden Donner, Glocke, Trommel,
das Wafferrauschen, die Klingel des Hauses u. s. w. Der
Hund und die Katze rc. folge» einem freundlichen, einladenden
Worte, und werden schen und entfernen sich, wenn man sie
mit rauher Stimme anfährt. Alle vollkommeneren Thiere
wissen den freundlichen, sanften Ton von dem rauhen zu

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