Titel:
Einiges über edle Pferde
Personen:
Biel, Gottlieb Wilhelm Ludwig Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766717380/194/
„Resultat schon bekannt. Der Rubin eines Naturfor
schers möchte dem Züchter also dafür nicht werden; be
lohnender scheint es mir daher zu seyn, wenn man
„Versuche zur höchsten Veredlung des Vollblutpferdes
„anstellt. Denn würde man wohl, um den möglichst
„hohen Wuchs eines Baumes zu erforschen, die im
„Dickigt stehende 150 jährige gesunde Eiche fällen,
„und einen wenige Jahre alten schwachen Sprössling
„im freien Stande pflanzen, um an ihm die gewünschte
„Beobachtung zu machen? — Wäre es nicht besser,
„den alten stammhaften Baum zu erhalten und durch
„Wegräumung des Gesträuches ihm mehr Nahrung zu
„geben, damit er sich kraftvoll in die Wolken er
gebe?“ —
Der Forstmann würde aber dennoch bei weitem
vernünftiger als der Pferdezüchter handeln, denn er er
hält einen Preis für den alten Baum, und weiss, dass der
Sprössling, den er pflanzt, von der nämlichen Art, wie
der gefällte Baum ist. Wie ist es aber mit dem Pferde
züchter? Um in diesem Gleichniss zu antworten; er zer
stört den alten Baum, ohne Entschädigung zu erhalten,
kauft eine Pflanze für schweres Geld und zieht statt
Eichen — Bruchweiden. Denn wo ist die Sicherheit,
dass die Araber, die er kauft, reines Blutes sind, und
eine gute Nachkommenschaft liefern werden? bedenke
man, wie wenige von der grossen Menge in England ein
geführter Hengste gute Nachkommenschaft geliefert
haben!
B. Weil man das Bessere durch Vergleich er
kennt, Würde man hierbei vorurtheilsfrei zu Werke
geben, so würde man zwar nicht die Araber als die bes
sern Pferde finden; da aber die Englischen Pferde aus
der Konkurrenz, wie sub. A. gesagt ist, ausgeschlossen
sind, so bleiben nur die Pferde übrig, Welche eine fehler
hafte Landeszucht geliefert hat, geleitet durch Hypothe
sen, welche sich geradezu widersprechen, z. B. Kreutzen

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