Titel:
Einiges über edle Pferde
Personen:
Biel, Gottlieb Wilhelm Ludwig Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766717380/22/
XXII.

stellte in Seinem Fache zu kämpfen hat., Gegen
den Herrn G. G. Ammon, obgleich ich ihn nicht
persönlich kenne, hin ich etwas aigrirt, da Er,
seine arabischen Hengste in Constantinopel, und
dergleichen Stuten circa 35 Meilen von dort er
kauft hat. Ich sage dieses gerade und offen her
aus , und bemerke nur noch zum Ueberfluss, dass
ich der Kürze wegen hier den Namen für die Sa
che setze, da man wohl annehmen kann, dass
Herr Ammon nach erhaltenen Instructionen han
delte, und also ihm persönlich gewiss wegen der
Ortswahl seines Ankaufs nichts zur Last zu legem
ist. Dass ich aber als Freund der Pferdezucht
trauern muss, dass Er Constantinopel zum Platze
des Ankaufs wählte, ist natürlich. Kein Platz
im Oriente ist vielleicht ein schlechterer für gute
Pferde. Alle Grossen, vom Grossherrn an, ha
ben die Gewohnheit, sich ihre Pferde nicht zu
kaufen, sondern sie sich schenken zu lassen. Das
Beste wird nun einmal nicht verschenkt. Hat
aber Jemand ein ausgezeichnetes Pferd, so läuft
er Gefahr, es verschenken 'zu müssen. So nimmt
sich jeder in Acht, etwas Ausgezeichnetes aus
den Provinzen in die Hauptstadt zu bringend
Ausserdem existirt das väterliche ( Sultan heisst
Vater) Gesetz, dass bei Todesstrafe jedes Pferd,
das nach Constantinopel kommt, den kaiserli
chen Ställen zum Kaufe gestellt werden muss.
Gefällt cs dem Beamten, so wird von ihm der
Preis bestimmt, — an Handeln ist nicht zü den
ken. Wer würde unter solchen Verhältnissen
dorthin wohl ein gutes Pferd zu bringen wagen -

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