Titel:
Einiges über edle Pferde
Personen:
Biel, Gottlieb Wilhelm Ludwig Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766717380/269/
Hengste des Landes offen, zu vier Meilen und schwerem
Gewichte festgesetzt, und die zu gewinnende Prämie der
Leistung angemessen seyn. So würde das Publikum
einen Maasstab für die Brauchbarkeit der Beschäler ha
ben, und der Eigenwille und die Vorliebe der Gestüts-
Directoren eine billige Beschränkung erhalten. Man
würde zugleich das Mittel haben, neben den Landbe
schälern gute Privatbeschäler aufzufinden, und mancher
sogenannte schöne Hengst würde in seiner Kraftlosigkeit
erkannt werden.
Sehr richtig sagt der königlich Würtembergische
Land-Oberstallmeister, General Baron von Moltke, dass
es eine Thorheit seyn würde, wenn der Staat fortfahren
wollte, Landbeschäler zu ziehen, w enn der Privatmann in
hinreichender Anzahl undGiite passende Individuen lieferte.
Der verehrte Herr Baron von Moltke war der erste
Gestütsmann, der diese Wahrheit öffentlich ausgespro
chen hat, und sie erwarb ihm in den Augen aller den
kenden Pferdezüchter neue Rechte auf ihre Hochach
tung. Die Ansicht ist brillant durch das königl. Han
noversche Landgestüt zu Celle bestätigt, tyelches be
kanntlich kein Stammgestüt hat, und sich durch Ankauf
bessere Hengste als man in anderen Landgestüten findet,
und zwar viel wohlfeiler verschafft. Wenn aber erst,
wie dieses z. B. in Mecklenburg der Fall ist, die Pferde
zucht nach durch Erfahrung geprüften Grundsätzen ge
trieben wird, durch Einführung von öffentlichen Gestüts
büchern und Deckscheinen der Käufer einen sichern
Anhaltspunkt hat, w elche vorzügliche Hengste werden da
mit Leichtigkeit für Landgestüte aus einer grossen Masse
von Individuen auszusuchen seyn! Kein Stammgestüt
wird wohl die lächerliche Prätension machen, dass es
rücksichtlich des zu liefernden Guten, mit einer nach
Grundsätzen betriebenen Landeszucht in Concurrenz tre
ten kann. Und wie stellt sich erst der so wichtige Ko
stenpunkt \ Nach bekannt gewordenen Etats verschiede
ner Stammgestüte, kostet jeder Landbeschäler dem
Q

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