Titel:
Praktische Grundsätze die Pferdezucht betreffend
Personen:
Csekonics, Joszef Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN776184598/23/
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fall , an dem die ineisten zu leiden pflegey, wieder erhoe
len kann? — S. Warum das edle englische Pferd nie
die hungarischen Mücken und andere das Pferd guälen-
de Jnsecten ertragen kann, die das eingeborne Pferd
gar nicht achtet? —
Ich könnte mehrere ähnliche Falle, anführen, und
Fragen aufstellen; doch will ich nur folgende auf meine
Erfahrung begründete Bemerkung nachtragen : daß Pfer
de auf sandigen Boden sich verfeinern, und schlanker
werden; wenn sie aber vom flachen Lande in das Gebir
ge übersetzt werden , in ihrem Wachsthums zurückbleiben,
und mehrere unter ihnen, ohngeachtet aller Sorgfalt,
allmählig dahinschwinden. —Auch das Hornvieh, welches
vom flachen, fetten Boden in das Gebirge übersiedelt
wird, artet dergestalt aus, daß schon die zweyte Gene
ration die schöne, aufgesetzte, Hirschartige Gestalt
verliert, und sich in der Folge ganz in einen gestockten
kolbigten Schlag verwandelt. — Nicht minder lehret
auch die Erfahrung, daß fcte Abkömmlinge der Schafe
aus fremden Gegenden (besonders die feinste spani
sche Art) so bald sie nach Hungarrze-versetzt werden,
ganz gewiß an Gestalt, Größe, Reichhaltigkeit, und kör-
nichter Wolle zunehmen.
Bey der Anlage einer Pferdezucht must, daher als
erster und unabänderlicher Grundsatz festgesetzt werden:
Welche Art Pferde man erzeugen, und nach welchen
Grundsätzen die Zucht leiten, pflegen und ernähren will
und kann; denn jede Abweichung von dem einmahl an
genommenen Grundsatz, che sich das Produkt mehr ent
wickelt, steht mit der wohlgeordneten Pferdezucht im

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