Titel:
Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern
Personen:
Flörke, Heinrich Gustav Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN782178006/11/
men daher haben, und so viel als da§ Land dieser
Thiere bedeuten. Wachter und andere leiten diesen
Nahmen von l^ren, tragen , oder fahren her, weil
man doch die Pferde non den ältesten Zeiten an
zu diesen beyden Verrichtungen gebraucht hat Al
lein es scheint vielmehr die diesem Thiere, besonders
in seinem wilden Zustande eigenthümliche Schnellig
keit der Grund seiner Benennung zu seyn, da denn
das Wort gleichfalls von fahren abstammen würde,
doch nur, so fern es sich schnell bewegen bedeutet.
Die gleichbedeutenden Wörter in der deutschen und
anderen Sprachen leiden eine ähnliche Ableitung;
wie Roß von rciden, reihen, das Schweb. Haest, von
-Hast, hastig, das Engl, Horse, von hurtig, bas
Schwed. Skjut, v"N dem Jßländischen sKiorr, schnell,
und unserm schießen, das Lat. Equus, Jßländ. Eikur,
Schwed. Mck, Dän. Og, alle in der Bedeutung ei
nes Pserdes, von dem Griech. schnell, hurtig,
das Griech. '-»»««, Schwed. klopp», von hüpfen u.
s. f. Das e >st in diesem Worte, trotz allen Sprach
lehrern lang, obgleich zwey Mitlauter folgen, wel
chen Umstand cs mit zart, (Quarz, werrh, Vogt, Trost,
sters, Schwert und hundert anderen gemein hat.
In vielen Zusammensetzungen bedeutet das mit
Pferd zusammengesetzte Wort ein schlechtes geringe
res Ding seiner Ärt, welches nur für Pferde brauch
bar ist, zum Unterschiede des besseren, dessen sich auch
die Menschen bedienen, K. Pferdebohne, Pscrdedill,
Pferdekastanie u. s. f. In anderen hingegen bedeutet
es auch das größte seiner Art, z B. Pfervcameisc,
pfervenuß und so ferner, weiches die Ableitung de
rer wahrscheinlich macht, welche Pferd, Dar, Farv
u. s. f- für allgemeine Benennungen eines jeden
großen Thieres haiten. ....
Pferd ist übrigens in ganz Deutschland
der allgemeine Nahme dieses Thieres, welcher
dessen Älter, Geschlecht und übrige Beschaffen
heit unentschieden laßt, für welche die deutsche
Sprache eine Menge eigener Nahmen hat.
Statt des allgemeinen Nahmens Pferd sind in
einigen, besonders oberdeutschen Gegenden auch
Gaul und &ofj üblich, cb sie gleich zuweilen
A 2 im

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