Titel:
Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern
Personen:
Flörke, Heinrich Gustav Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN782178006/782/
Diese essen sie frisch, und sparen das übrige
Fleisch auf den Winter. Ihr Getränk ist
Pferdemilch.
Ein tartarischer Fürst hat öfters dreyßig
Milchkammcrn von Pfcrdemilch auf einer Tage
reise von seiner Residenz, und auö jeglicher er
halt er täglich Milch von ioo Pferden. Einige
sollen sogar an ioooo solcher Melkpferde ha
ben. Die Art die Pferde zu melken ist folgen
de: sie binden die Füllen an ein langes Seil,
das zwischen zwei) in die Erde gesteckte Pfähle
gespannt ist. Die Stuten kommen alsdann zu
ihren Füllen hin, und lassen geschehen, daß man
sic melkt. Bezeigt sich aber eine beym Melken
unbändig, so bringt man das Füllen unter sie,
daß cs eine Weile sauge. Hernach thut man
es aber wieder hinweg, und ein anderer Tartar
kommt, und melkt die Stute.
Auch die Kalmücken und Tungusen lieben
die gesäuerte Pferdemilch, als ein angenehmes
Getränk. Sie heißen cs auf kalmückisch Tshigau.
Käse von Pferdemilch ist gar nicht fett,
aber sehr süß, und erfordert viel Salz, um ihn
scharf zu machen.
In dem Gebiete Korchin der Mongolen
brennen die Einwohner, statt des Holzes, wel
che daselbst rar ist, Pferde, und Kuhmist, den
sie zuvor an der Sonne dörren.
Die Engländer geben ihren Pferden nach
starken Strapazen, bey Verkältungen, trockenem
Husten und trüben Augen gewisse Pillen, wo
von sie viel Wesen machen, und die unter dem
Nahmen Diuretische Pillen bekannt sind. Diese
bestehen aus nachstehenden Mitteln.
Nimm, Gemeines Harz, 2 Unzen.
Gereinigten Salpeter 2 Unzen.
Wein-

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