Titel:
Handbuch der Hufbeschlagskunst
Personen:
Müller, Johann Gottlieb Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN783735111/26/
fernt sind, so müssen doch die zu beschlagenden Pferde in
einer Entfernung von 6 bis 8 Fuß, und die unruhigen
in einer noch weit größcrn Strecke von einander angebun
den werden: denn das nahe Zusammentreffen der Ringe
dient nur dazu, um die Pferde in jeder erforderlichen
Entfernung anzubinden, vorzüglich aber, um die Hinter
füße der Widerspenstigen mit Fcssclriemen und Stricken
aufziehen zu können.
Die Größe der Beschlagbrücke laßt sich nur nach
der Anzahl der Pferde bestimmen, die auf einmal zum
Beschläge gebracht werden könnten, und daher hat nian
bei Erbauung derselben in dieser Rücksicht nur auf das
Lokalverhältniß zu achten.
Außer der genannten, festen Wand, muß die Be
schlagbrücke auch hinlängliches Tageslicht haben, der Fuß
boden eben und trocken sein, damit die Stellung der
Füße von den zu bcschlagendcn Pferden genau untersucht
und beurtheilt werden könne; endlich auch deswegen,
daß diese, nachdem die Hüfe ausgeschnitten oder zum
Beschlagen zugerichtet sind, durch das Hin- und Hertrc-
ten auf der Beschlagbrücke, welches selbst bei den ruhig
sten Pferden unvermeidlich ist, sich nicht leicht das Horn
Verletzen. — Aus dem zuletzt angeführten Grunde sind
daher die Beschlagbrücken am zweckmäßigsten, welche
außer den genannten Eigenschaften einen mit Bohlen ge
rade gedielten Fußboden haben.
Die Beschlagbrücke wird entweder auf dem bei der
Schmiede befindlichen Hofe, oder an einem geräuschlosen
Platze am zweckmäßigsten angelegt, damit die zu bcfchla-
genden Pferde weder durch ein vorbeigehendes Fuhrwerk,
noch durch Reitpferde, Vichheerden, oder andere Gegen
stände beunruhiget werden: denn das Beschlagen des da
durch unruhig gewordenen Pferdes muß in diesem Falle
häufig unterbrochen werden, und Verletzungen sind die
gewöhnlichsten Folgen solcher Störungen. — Am besten

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