Titel:
Handbuch der Hufbeschlagskunst
Personen:
Müller, Johann Gottlieb Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN783735111/38/
Die letzt genannten sind entweder solche, wo sich ein
Kasten mit unbiegsamen Wanden um eine feste Flache be
wegt; oder Gebläse mit unbeweglichen Kasten, in denen
eine bewegliche Fläche auf- und niedergeht. Dazu gchö,
reu: hölzerne, steinerne und eiserne Kasten- und Cylinder,
geblase.
Außer diesen Gcbläsevorrichtungen giebt es noch an
dere, von den vorher erwähnten ganz abweichend, bei
welchen durch den Fall des Wassers in einer senkrechten
Röhre, die darin befindliche Luft, welche sich immer wie
der ersetzt, in einen unter der Röhre angebrachten Kasten
geführt, dort zusammengepreßt und aus einer Oeffnung
desselben vermöge des ununterbrochen zuströmenden Was
sers wieder ausgestoßen wird.
§. 16.
Von den ledernen Blasebälgen.
Der Gebrauch der ledernen Blasebälge ist so uralt,
daß man die ersten Spuren derselben in der Geschichte
nicht leicht auffindet. Schon zur Zeit der Homoriden
oder Ommajaden (ein Herrscherstamm der Araber im
7ten Jahrhundert n. Chr. Geb.) waren die Blasebälge
bekannt, und selbst Theophrast (ein griechischer Philo
soph, 270 v. Chr. G.) erwähnt ebenfalls deren Gebrauch;
aber ihre damalige Construction ist uns unbekannt. Ebenso
begründet ist cs, daß die Römer sich der Blasebälge be
dient haben, obgleich wir von ihrem Verfahren, welches
sic auch bei andern metallurgischen Processen anwendeten
nicht unterrichtet sind.
Indessen müssen die ersten Geblase sehr unvollkom
men gewesen sein. Sic bestanden aus zusammengenähten,
ungcgerbten Thierhäuten, welche zusammengedrückt wur
den, so daß die eingeschlossene Lust aus einer röhrenarti
gen Oeffnung ausströmte, worauf man sie sogleich wieder
mit neuer Lust füllte. — Die Methode des Zusammen

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