Titel:
Vollständige Pferdewissenschaft ; Zweyter Band
Personen:
Prizelius, Johann Gottfried Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN786999861/8/
An jedem Hufeisen sind zu bemerken:
a. die Zähe, b. die Seiten, c. die Stollen.
-K- -K- -H-
Die lad. X. ist hier nachzusehen, auf welcher sich die fünf verschiedenen Arten
der Hufeisen befinden, die wir jetzo wollen genauer kennen lernen.
Ein gewöhnliches Hufeisen nennet man: welches einem jeden mit gefunden Füs
sen versehenen Pferde, nach seiner Bestimmung, untergeschlagen wird. Daß die Be
stimmungen der Pferde und deren Arbeiten verschieden sind, wissen wir, wie aber diese
Eisen nach der verschiedeilen Bestimmung auch verschiedm eingerichtet werden müssen,
davon wird in dem §. 4. dieses Capitels geredet. Die gewöhnlichen Hufeisen sind auf
dieser Tafel mit 7., F. 1. F. 2. und G. bemerket.
Ein Pantoffeleisen ist: dessen innere Kanten, fig. A. u u. dicker sind, wie die
äußern, rurd dessen unter dem Fuße liegende Fläche schräge nach der Strahle zu in die
Höhe steiget, und dessen untere Fläche, die den Erdboden berühret, horizontal ist.
Ein halbes Pantoffeleisen ist dem vorigen gleich, nur daß dessen innere Kanten
nicht so hoch sind, wie bey dem vorigen; die fig. B zeuget davon.
Ein halbes Eisen ist, wovon die Stollen abgehauen sind, wie aus der fig. C zu
sehen ist.
Ein Scheereisen fig. I) ist: an dessen Zähe ein. Gelenke befindlich.
Die m dem §. bemerkte Zergliederung des Eisens ist an der Fig. 7. bemerket,
und ist 3. die Zähe, bb. sind die Seiten, und cc. die Stollen.
Auf dieser vor uns habenden lab. X. ist noch unter n. ein Instrument bemerket,
welches nicht zum Beschläge gehöret, aber doch in dem Falle, wenn das Pferd nicht ste
hen will,. dazu gebrauchet wird. Es wird eine Brömse genannt, und wird die Ober
lefze des Pferdes damit zusammen gekniffen; welches ihm Schmerzen verursachet, und
es alles geduldig zu leiden dadurch angehalten wird.
§. 3.
Der Beschlag muß sich nach dem Fuß richten: dieser ist entweder regelmäßig ge-
bauet, oder nicht. . -In: erstem Fall wird ein gewöhnliches Hufeisen erfordert; im andern
aber eines von den andern erwählet, welches nach dem fehlerhaften Fuß zu verändern ist.
Daß sich das Eisen nach demFusse richten solle, ist zwar eine bekannte, aber
in der Ausübung wenig geachtete Regil. ZM findet in den Schmieden gemeiniglich
einen ganzen Vörrath von Hufeisen f/rtig, und wenn ein Pferd zum Beschläge geführet
wird,

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